Fritz Döllerer, Aufsichtsratsvorsitzender des gemeinnützigen Vereins Forum Klosterhof Grafrath,
zog im Rahmen der Diskussion auf der Bürgerversammlung am 19. November 2009 folgende
Bilanz zu den bisherigen Vorgängen um die Planungen zur Wiederbelebung des Klosterwirts:

 

 

„Armes Grafrath, arme Grafrather Bürger – womit habt ihr das verdient. Nach dem für das Forum verlorenen Bürgerentscheid vor einem Jahr haben wir der CSU Gespräche angeboten, um zu klären, inwieweit künftig eine Zusammenarbeit zwischen CSU und FWE und dem Forum möglich ist. Dieses Angebot wurde leider von den genannten Gruppierungen abgelehnt.

Zwei Dutzend ehrenamtlich arbeitende Bürgerinnen und Bürger haben in jahrelanger Arbeit an dem Konzept des Forums mitgewirkt. Mit der Ablehnung des Gesprächsangebots haben CSU und FWE das Engagement dieser Menschen mit Füßen getreten. Wer glaubt, dass sich diese Leute noch einmal für Grafrath einsetzen? So geht man nicht mit engagierten Ehrenamtlichen um!

Mittlerweile ist es ganz offensichtlich, dass es sich beim Klosterwirtprojekt nicht mehr um die Sache dreht. Es geht einzig und allein um ein politisches Machtspiel. Zunächst standen auf der einen Seite die CSU und die FWE, auf der anderen Seite der Rest der politischen Gruppierungen. Doch inzwischen pfeifen es die Zeitungen von den Dächern, dass auch innerhalb der CSU der Machtkampf ausgebrochen ist. Spätestens seit dem veröffentlichten Interview der SZ mit dem ersten Bürgermeister und seinem Stellvertreter – was im Übrigen höchst aufschlussreich bezüglich der Handlungsweise des zweiten Bürgermeisters war – und dem am Tag darauf öffentlich erfolgten Rüffel durch den Ortsvorsitzenden der CSU hat die Bevölkerung eine gewisse Ahnung von diesen Machtkämpfen.

Ein weiteres Beispiel dazu: Jeder ordentliche Kaufmann und jede ordentliche Firma prüft – jedenfalls bei Projekten dieser Größenordnung – vor einer Entscheidung zur Umsetzung der Sache, ob sie juristisch, technisch und wirtschaftlich machbar ist. Wie gehen CSU und FWE vor? Sie fassen mit ihrer Mehrheit im Gemeinderat Beschlüsse, ohne sich vorher ausgiebig mit den Risiken auseinander zu setzen. Erst auf Drängen des 1. Bürgermeisters wird die Angelegenheit der Aufsichtsbehörde übergeben, um die Machbarkeit bzw. Nicht-Machbarkeit zu prüfen. Manager in einer seriösen Firma wären bei einer solchen Vorgehensweise schon längst „gegangen“ worden.

 

 

Ich möchte die Grafrather Bürgerinnen und Bürger fragen: Ganz ehrlich, interessieren Sie diese Machtkämpfe? Ich kann es mir nicht vorstellen. Wir sind es leid, von den politischen Gruppierungen damit belästigt zu werden! Was wir wollen, ist: Endlich eine für alle tragfähige Lösung des Klosterwirtproblems!

 

Nun einige vergleichende Anmerkungen zu den Konzepten von Forum und CSU/FWE und ein paar Fragen an die verantwortlichen Gestalter bei der CSU:

Das Forum wollte etwas für die älter werdende Generation tun (z.B. altersgerechte Wohnungen mit Serviceangeboten). Im Vorschlag der CSU/FWE findet sich nur „barrierefreies“ Wohnen. Was soll das heißen, ist das genug? Denken Sie daran: Auch Ihre Parteigänger werden alt und älter! Sicher sind diese eines Tages froh, wenn es hier am Ort kleinere Wohnungen gibt, in denen sie unter Inanspruchnahme von Hilfsleistungen bleiben können. Und nicht irgendwohin in einen fremden Ort ziehen müssen!

Wir wollten etwas für die nicht ganz so betuchten Familien tun. Mehrgenerationenwohnen lautete das Stichwort. Gibt es in Ihrem Konzept so etwas? Nein - Fehlanzeige!

Das Forum hatte auf dem Gelände eine Kinderkrippe geplant! Hätte sich die Gemeinde nicht den ganzen Ärger um den jetzigen Standort der Krippe in Höfen sparen können?

Für das immer mehr aufkommende Pilgerwesen hatten wir geeignete Räumlichkeiten vorgesehen. Wo ist etwas derartiges bei Ihnen zu finden? Fehlanzeige. Nicht mal eine Toilette bieten Sie den Pilgern an.
 


Lassen Sie mich schließen mit einem Appell: Kehren Sie zurück zur Sachlichkeit, binden Sie die Grafrather Bevölkerung mit ein! Die Bürgerinnen und Bürger wollen endlich sehen, wie es mit dem Klosterwirt weitergeht.“
 

 

 

(Das letzte Drittel dieses Textes kam auf der Bürgerversammlung nicht zum Vortrag.
Der Bürgermeister hatte vorab um kurze Beiträge gebeten
und mahnte die Beachtung dieser Bitte an.) 

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